2019

750 Jahrfeier

Im Jahr 2019 wird die Burg Wehlen ihren 750. Geburtstag feiern. Das Festwochenende mit historischem Mittelaltermarkt findet vom 28. bis 30. Juni 2019 statt (Das komplette Programm wird ab Jan. 2019 veröffentlicht).

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2018

Burgmodell

Durch den Wehlener Chronisten Wolfgang Thomas wurde die Bebauung der Burg anhand verschiedener Ruinenbilder und Beschreibungen sowie Erkenntnissen der früheren Grabungen rekonstruiert. Durch die Burgfreunde wird ein 3-D Modell der Burg in Auftrag gegeben.

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2017

Burgfreunde

Im Tourismus- und Heimatverein Wehlen e.V. gründete sich zur Vorbereitung der 750. Ersterwähnung der Burg Wehlen 2019 eine Interessengemeinschaft „Burgfreunde“ . In 13 Arbeitseinsätzen leisteten 2017/2018 die Burgfreunde und deren Helfer über 1200 Stunden, um die Burg vom Bewuchs freizuschneiden, zu einem beliebten Aussichtspunkt zu gestalten und weit sichtbar eine Fahne wehen zu lassen.

1982

Letzter Mauereinsturz

Der letzte Einsturz fand am 24.03.1982 am Nordaufgang zur Burg statt. Seit dieser Zeit sind keine Mauereinstürze mehr zu verzeichnen.

1963

1963 - 1964: Reparatur der 1960 eingestürzten Südmauer

Sicherungs- und Reparaturarbeiten an der Mauer unterhalb der drei Pfeiler der ehemaligen Burgkapelle.

1960

Vorletzter großer Mauereinsturz

bei dem der Südaufgang zur Burg total zerstört wurde.

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1900

Wehlener Geschichts- und Heimatverein

Ab ca. 1900 befasste sich der Wehlener Geschichts- und Heimatverein verstärkt mit der Burgruine (Aufführung eines Theaterstückes 1906 auf dem Burgplateau mit anschließendem Fest in den freigelegten Burgkellern nach Ritterart). In den 1930er Jahren Beginn weiterer Ausgrabungen, die aber durch Ausbruch des 2. Weltkrieges beendet wurden. So musste auch die Suche nach dem oberen Brunnen durch den Vorsitzenden des Geschichts- und Heimatvereins, Dr. Ing. Walter Friese, eingestellt werden.

1882

Gebirgsverein Sächsisch-Böhmische Schweiz

Der Gebirgsverein für die Sächsisch-Böhmische Schweiz kauft die Burgruine 1882 für symbolische 300 Mark, nachdem dieser schon 1880 die südliche Treppe auf die Burg errichten ließ. 1884 wurde mit der Freilegung des ersten Kellergewölbes begonnen. 1886 Errichtung eines Aussichtsturms auf der Stelle des ehemaligen Wohnturmes. Das gesamte Burgplateau wird mit Blumenrabatten und Ruhebänken zur Parkanlage gestaltet. 1896 Einweihung eines Sieges-Denkmals für die Schlacht bei Sedan, Stifter war der spätere Ehrenbürger Ing. Carl Mennicke (das Denkmal wurde 1967 grundlos abrissen und in die Burgkeller geworfen). 1887 Anbau der Treppe auf der Nordseite. Der Gebirgsverein war bis 1940 tätig.

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1789

Verpachtung des Burgplateau

von 1789- 1860 Verpachtung des Burgplateaus an Wehlener Bürger zur gärtnerischen Nutzung.

1787

Schwere Mauerstürze 1787/1788

Schwere Mauerstürze veranlassten den Fiskus zu drastischen Maßnahmen. Nach einem Plan des Festungsbaumeisters Lohse wurden alle hochaufragenden Mauerteile abgetragen und eine Schutzmauer vor die Burgmauer auf der Westseite gesetzt. Aus den abgetragenen Mauersteinen wurde z. B. die große Habe auf der Mennickestraße gebaut und der überwiegende Teil des Materials per Lastkahn nach Röderau bei Riesa gebracht um dort Hochwasserschäden, verursacht durch die Elbe, zu beseitigen.

1543

Ende der Burgherrschaft

Mit Kaufvertrag von vom 21. März 1543 endete die Burgherrschaft. Von da an führte ein Stadtrichter mit seinen Schöffen die Geschicke der Stadt. Ab 1543 ging der Verfall der Burg rasch voran, sie wurde zur Ruine. In den Folgejahren stürzte selbst die Burgruine nach und nach ein, hochaufragende Teile der Bausubstanz und Teile der mächtigen Burgmauern fielen ins Tal und beschädigten Stadtkirche und Bürgerhäuser mehrfach erheblich.

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1543

Gütertausch

Diese Vormünder regierten bis 1543 und ließen sich von Herzog Moritz von Sachsen zu einem Gütertausch bewegen. Herzog Moritz tauschte die Herrschaften Wehlen und Hohnstein gegen die Herrschaften Tschillen mit Penig. Mit Vertrag vom 21. März 1543 ging die Herrschaft Wehlen, außer einem Weinberg in Kötschenbroda, genannt der „Wehlen“, in landesherrliche Hände über.

1529

Tod von Wolf von Schönburg

Wolf von Schönburg verstirbt kinderlos und so musste sein Bruder und Erbe Ernst von Schönburg beide Herrschaften gleichzeitig regieren, bis er schließlich 1534 selbst starb. Da seine vier Kinder noch unmündig waren, wurden sogenannte Vormünder eingesetzt.

1527

Privilegierte Schützengilde Stadt Wehlen 1527

Wolf von Schönburg gründete die privilegierte Schützengilde zu Städtlein Wehlen, in der er auch selbst Mitglied war (dieser Verein existiert, mit einer Zwangsunterbrechung zu DDR – Zeiten, heute noch).

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1523

1523 - 1543: Adelsgeschlecht von Schönburg

Das letzte Adelsgeschlecht auf Burg oder Schloss Wylin waren die Brüder Wolf und Ernst II. von Schönburg. Das Herrscherhaus von Schönburg war ein reichsunmittelbares Adelsgeschlecht (d.h. nur dem Kaiser unterstellt) und damit nach den Wettinern das zweiteinflussreichste Adelsgeschlecht in Sachsen. Im Jahr 1525 kauften die Brüder Wolf und Ernst die Herrschaft Hohnstein hinzu, so dass ab sofort Wolf allein auf Wylin regierte und Ernst auf Hohnstein.

1513

1513 - 1523: Adelsgeschlecht von Salhausen

Hans, Wolf und Friedrich von Salhausen

1513

neuer Besitzer Heinrich von Starschedel

Nickell von Köckritz verkauft die Pflege Wehlen an Berghauptmann Heinrich von Starschedel. Kurzzeitig waren auch die Herren Minkwitz Burgherren. Zur Pflege Wehlen gehören damals: siehe Details

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1355

1355 - 1484: Adelsgeschlecht der von Köckeritz

das Adelsgeschlecht der von Köckeritz regierte mit Unterbrechungen bis 1484 auf Burg Wylin (zwischenzeitlich die von Gorenz, von Clomen). Am 09.Januar 1355 gab Friedrich der Strenge die Erlaubnis, jährlich ein Fuder Salz nach Wehlen zu holen.

1288

1288 - 1355: Adelsgeschlecht der von Welen

Adelsgeschlecht derer von Welen, Wylen (Bemerkung: in ihrer Fahne die Lilie Satans, das Siegelbild des Adelsgeschlechtes der von Köckeritz!)

1288

Tod des Kurfürsten Heinrich der Erlauchte

Tod des Kurfürsten, damit der Beginn einer wechselvollen Geschichte auf Burg Wylin.

1269

Erste urkundliche Erwähnung

Erste urkundliche Erwähnung am 05. Dezember 1269 als castrum wylyn.

1245

Erster Burgherr ( Name unbekannt)

Kurfürst Heinrich der Erlauchte, auch bekannt als Heinrich III. Markgraf von Meissen, heiratete im Jahre 1245 Prinzessin Agnes von Böhmen, die u.a. die Herrschaft und Schloss Wylyn von ihrem Vater, dem König von Böhmen, als Mitgift erhielt.

1000

erste Anlage von Befestigungen im 10. Jahrhundert